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Zero-G: 3D-Druck in der Schwerelosigkeit erprobt

Beim 31. DLR-Parabelflug war auch ein Zusammenschluss aus Bundesanstalt für Materialforschung und -Prüfung (BAM), der TU Clausthal und TU Braunschweig an Bord.

Ihr Experiment: Additive Fertigung in der Schwerelosigkeit. Was auf den Ersten Blick vielleicht ein wenig abgehoben erscheint, hat jedoch einen sehr konkreten Anwendungsansatz zum Hintergrund. Insbesondere bei lange andauernden Weltraummissionen bietet additive Fertigung die Möglichkeit, Werkzeuge und Ersatzteile nicht vollumfänglich Mitzuführen, sondern nach Bedarf herstellen zu können.

Die Herausforderung dabei ist, dass alle Verfahren der additiven Fertigung von keramischen und metallischen Materialien die Schwerkraft Nutzen, um das Substrat, welches versintert wird, an Ort und stelle zu halten. In der Schwerelosigkeit würde das Pulver einfach herumfliegen, ein Schichtauftrag wäre nicht möglich. Hier setzt das Experiment an: Eine Versuchsanlage wurde so konzipiert, dass durch eine Kombination aus Absaugtechnik und spezieller Konstruktion der Auftrags-Einheit das Pulver auch ohne Gravitation in der gewünschten Schichtdicke an Ort und Stelle verbleibt.

DHM ist Stolz, am Erfolg dieses Experimentes mitgewirkt zu haben. Nicht nur entstand in der Fertigungshalle am Dorotheer Zechenhaus der erste Metall-3D-Drucker für die Schwerlosigkeit. Auch die Konstruktion und Fertigung der mechanischen Teile und des Unterdruckbehälters wurde nach den Anforderungen der Forschungsgruppe von Dr. Müller und seinem Team von DHM durchgeführt.

https://www.bam.de/Content/DE/Pressemitteilungen/2018/Material/2018-03-04-mit-3d-druck-werkzeug-in-schwerelosigkeit-drucken.html

 

Zero G Gruppenbild